Reisetagebuch einer Reise nach HongKong und zur Insel Cebu auf den Philippinen.

 (Aufgezeichnet von meiner Frau)

vom 27.02.1997 - 11.03.1997

27.02.1997 

13 Uhr Abfahrt von Gaste nach Köln, ca. 9 km Stau, macht nix, wir haben Zeit; denn unser Start nach London ist erst 18.50 Uhr. Über dem Lichtermeer "London" schweben wir ein. Der Dutyfree-Shop ist uns schon ein bekannter Anblick. Wir bummeln bis zum Einchecken nach Hongkong. Start um 21.30 Uhr, 12 Stunden und 10 Minuten Flugzeit liegen vor uns. Eine Maschine der British Airways 747-400 (Jumbo). Wir haben einen Fenster- und einen Mittelplatz auf der rechten Seite, nicht sehr bequem. Das Essen schmeckt uns, die Filme sind "naja", wir versuchen zu schlafen. Nach dem Frühstück können wir so allmählich unsere Sachen packen und uns zur Landung in Hongkong fertig machen. Es ist wieder ein tolles Erlebnis zwischen den Hochhäusern einzuschweben. Unter uns konnten wir den Buddha von Lantau erkennen, eine 24 m hohe Bronzestatue auf einem 10 m hohem Sockel. Zeitverschiebung 7 Stunden, d.h. hier ist es ca. 17.30 Uhr Ortszeit des 28.2.1997. Wir werden vom Reiseleiter abgeholt und zum Hotel "Newton" auf Hongkong Island gebracht. Ankunft ca. 20.15 Uhr. Frischmachen und zum Abendessen gehen. Dann endlich in der Waagerechten zum Schlafen kommen.

 

01.03.1997

Nach dem Aufwachen Frühstück bei McDonalds. Es ist dunstig, aber warm und angenehm. Victoria-Park, 2 Tempel besuchen, Noon-Day-Gun, japanisches Kaufhaus. Dann im Hotel etwas geruht, mit der U-Bahn zum Central. Bus zum Peak gesucht, gefunden und damit zur Peak-Tram. Viele viele Besucher. Es ist nebelig und es sieht sehr nach Regen aus. Wir entscheiden uns, nicht hoch zu fahren. Das war ein guter Entschluß, denn es beginnt zu regnen. Mit der Strassenbahn zurück zum Hotel. Essen im "Pizza-Hut", ein Reinfall ! In der Sangria-Bar des Hotels noch ein Guiness und dann zu Bett.

 

02.03.1997

Nach dem Frühstück bei "Mac". Strassenbahn bis zur Star-Ferry, hinüber nach Kowloon. Spaziergang an der Uferpromenade am "Regent-Hotel" vorbei. Das Wetter wird schöner, die Sonne kommt und bescheint die atemberaubende Silhouette von Hongkong Island. Imbiss bei "Jack in the Box" , Besuch im HardRockCafe zum Souvenirkauf. Mit dem Luftkissenboot zurück nach Hongkong Island (5.20 HK$), Bacardi-Cola zur Happy Hour im Hotel. Abendessen im Restaurant im Haus, lecker ! Noch ein Guiness an der Bar, und Gute Nacht. 

Sampane im Hafen

 

03.03.1997

Um 6.30 Uhr werden wir geweckt. Es geht mit dem sehr gut deutsch sprechenden Reiseleiter "Jürgen" ( ein Chinese! ) per Bus zum Anleger Central. Per Schiff dann zur Insel Lantau, Überfahrt ca. 1 Stunde. Dann mit dem Bus hinauf zum Kloster Po Lin und dem Bronzebuddha. Der thront auf dem Gipfel eines Berges und ist beeindruckend. Außer Mönchen leben auch Nonnen dort. Wir steigen die vielen Stufen zum Tempel hinab. Glöckchen und seltsame Gesänge empfangen uns, Tempelbesichtigung. Weiter geht es in ein Strandhotel, wo uns ein grosses vegetarisches Essen serviert wird. Es schmeckt uns ausgezeichnet. Mit der Fähre und dem Bus zurück zum Hotel. Abends bei klarer Sicht mit der Tram zum Victoria Peak. Die bei unserem ersten Besuch im Bau befindliche Endstation ist fertig und macht einen starken Eindruck auf uns. Der Blick auf das nächtliche HongKong unvergesslich. Im Souvenir-Laden auf der Suche nach einem Majong-Spiel, wie überall zu teuer und zu schwer. Schade! Kleiner Imbiß bei Mac, zurück zum Hotel-ein Schlaftrunk und Gute Nacht.

HK36-2-27.jpg (169609 Byte) Kloster Po LIn
04.03.1997

Für heute hatten wir uns Shopping vorgenommen. Nach dem Frühstück bei Mac geht es mit der U-Bahn zur Star-Ferry nach Kowloon. Dort führt die U-Bahn teilweise auch über der Erde, so dass wir etwas sehen können. In Lok Fu steigen wir aus und suchen uns den Weg zu dem christlichen Friedhof, der auf bzw. an einem Hügel liegt. Ca 350 Stufen führen uns hinauf zu dem Gipfel. Der Blick auf den zu unseren Füßen liegenden Flughafen Kai Tak ist erstaunlich. Wir sehen die Landung der Riesenvögel in unserer Augenhöhe. Mehr als 1 Stunde halten wir uns hier auf, bevor wir uns an den Abstieg machen. Die Gräber sind sehr "pflegeleicht", d.h. alles ist bis auf die kleinste Ritze zugemauert und gefugt. Einige wenige Pflanzen sind zu sehen und viele Kunstblumen. Die U-Bahn bringt uns weiter, wir gehen zum Jademarket. Mir gehen die Augen über und Wolfgang muss viel Geduld aufbringen, bis ich ausgesucht und gegrabbelt habe. Die Nathan Road ist das nächste Ziel, Body Lotion und Teekauf, im Computershop in der Star City alles viel zu teuer, meint Wolfgang. Dann kaufen wir im Chinesischen Kaufhaus eine schöne neue japanische Herrenuhr, da seine beim Umstellen auf Hongkong-Zeit entzwei ging. Dauernd habe ich ihn nach der Uhrzeit gefragt...! Mit der Star Ferry zurück und mit der U-Bahn zum Hotel. Zum Essen waren wir in einem grossen chinesischen Restaurant. W. hat sich etwas zum Essen bestellt, was wir nicht übersetzen konnten, es war aber sehr lecker. Für mich gab es Schweinefleisch süß-sauer. Später im Lexikon nachgesehen, es waren Enten-Schwimmhäute ! Vorher gewusst hätte er es nicht bestellt. Zurück im Hotel wurden Koffer gepackt und noch ein Schlaftrunk genommen.

Tempel

 

05.03.1997 

Der Wecker klingelt um 7.15 Uhr. Diesmal frühstücken wir im Hotel. Na ja ! Unsere Koffer werden um 8.30 Uhr vor die Zimmertür gestellt, wir müssen uns um 9.30 Uhr an der Reception einfinden. Unser Reiseleiter begleitet uns noch zum Flughafen, besorgt unsere Bordkarten und somit seine Aufgabe beendet, sobald wir die Passkontrolle passiert haben. Mit der BA 031 geht´s nach Manila. Von dort mit einer PAL ( Philippine Airlines )- Maschine nach Cebu City. Leider ist es schon dunkel, weil wir ca. 1/2 Stunde Verspätung hatten. Ein Reiseleiter empfängt uns und bringt uns zum Hotel Maribago Blue Water. Zum Abendessen bestellen wir uns nur noch einen kleinen Salat. Es ist sehr warm und schwül, so daß das Bier sehr gut schmeckt. Müde und geschafft gehen wir ins Bett, vorher noch gut gegen Mücken eingesprüht. 

 

06.-09 03.1997

Badeaufenthalt in der schönen Anlage. Hier wird uns ein Ausflug in die Hauptstadt LapuLapu angeboten, mit den landesüblichen "TucTuc" -Mofas. Also für jeden Gast stand am nächsten Morgen so ein Gefährt samt Fahrer bereit und es ging mit Riesengeknatter los über Land in die Hauptstadt. Unterwegs wurde noch eine Gitarrenfabrik und eine Fabrik zur Herstellung von Weihnachtsschmuck besichtigt. In der Stadt LapuLapu selbst konnten wir den Gemüse- und Fleischmarkt besichtigen und das bunte Treiben in den Strassen.

Maribago Blue Water Hotel

 

10.03.1997

Rückflug von Cebu City , über Manila, London nach Köln mit kurzer Zwischenlandung in Hongkong. Ein Mitreisender berichtete von Koffern, die ihm früher bei einer weiten Flugreise mal verloren gegangen waren, uns fehlte prompt in Köln ein Koffer! Aber an Tag darauf kam eine Taxe zu uns nach Hause und brachte ihn unversehrt zurück.

 

Ein paar Bemerkungen möchte ich zu dem Tagebuch meiner Frau machen und einiges erklären.

Zum Beispiel, warum wir nicht im Hotel gefrühstückt haben. Es ist einfach abartig teuer, was die Chinesen in den Hotels für ein Frühstück verlangen. Da bieten sich die Fastfood- Ketten einfach an ! Das U-Bahn-Fahren in Hongkong ist ein reiner Genuss. Alles supersauber und einfach für die Orientierung. Man kauft eine codierte Fahrkarte, die mit einem festen Betrag geladen ist und schiebt sie beim Eintritt in ein Lesegerät, beim Verlassen der Station wieder, und die Fahrtstrecke wird abgezogen. Der Flughafen Kai Tak ist (leider) inzwischen abgerissen und durch einen riesigen Airport auf der Insel Lantau ersetzt worden, der Name nun: Chep Lap Kok. Ein besonderes Erlebnis ist es, mit der alten Strassenbahn auf HongKong Island von einer Endstation zur anderen zu fahren. Total preiswert und man sieht sehr viel .Das gleiche gilt für die Star Ferry, die das Festland ( Kowloon) mit HongKong Island verbindet. Wir waren übrigens das zweite Mal in HongKong, daher war uns schon einiges bekannt. Der erste Aufenthalt war mit einem Ausflug nach China verbunden, dort besuchten wir Guilin und machten eine unvergessliche Bootsfahrt den Li-River hinunter.