Reisetipps USA für Individualisten                

   Thema:    "Have a nice Day"                               

1.) Vorbereitungen

Wir haben inzwischen viermal in den USA individuelle Rundreisen gemacht, und möchten die Erfahrungen, die wir gesammelt haben, hier weitergeben. Eine Voraussetzung aber sollte gegeben sein für den Aufenthalt: passable englische Sprachkenntnisse. Alles beginnt mit einer guten Planung, "wann, wohin und wie". Ich besorge mir zuerst vom ADAC oder andren Stellen Karten und Informationsmaterial und beginne, eine Reiseroute festzulegen, die immer mit einem Mietwagen durchgeführt wird. Der beste Straßenatlas ist der Road Atlas von Rand Mc.Nally. Die Reisedauer sollte mindestens 3 Wochen betragen, denn sonst sieht man zuwenig und hat Zeitstress. Tägliche Fahrtstrecke nicht mehr als 300-450 km. Dann werden die Stationen festgelegt, die für eine Übernachtung geplant sind. Möglichst immer in der Peripherie großer Städte, man kann so bequem mit den öffentlichen Verkehrsmitteln die City aufsuchen und ohne teure Parkplätze alles in Ruhe besichtigen. Gute Erfahrungen habe ich mit den Motelketten gemacht, die recht preiswert zu buchen sind, davon später mehr.

Wenn das Konzept soweit steht, buche ich über ein Reisebüro folgendes: Den Hin- und Rückflug, den Mietwagen und das erste und evtl. letzte Hotel der Rundreise. Nun kann man, je nach Saison, vor Ort jedes Mal das Motel für den nächsten Tag buchen, oder sicherer, es schon vorher tun. Ich buche gerne, mit besten Erfahrungen, über das Internet. Hier bekomme ich sofort eine Bestätigung - Confirmation Number - und kann oft noch zusätzliche Rabatte einsehen und ausnutzen. Voraussetzung ist hier: eine Kreditkarte, die auch vor Ort unbedingt notwendig ist, wenn man bucht. Dann besorgt man sich einen Katalog der entspr. Hotelkette, der auch oft noch Kartenmaterial zum Finden bereithält. Die Hotelkette "Best Western": www.bestwestern.com ist hier mein Favorit, weil sie überall in den USA Vertragshäuser hat, und die Zimmer einen durchweg gleich guten Standart haben.

2.) Autofahren

Mit den Mietwagen von "Alamo": www.alamo.com waren bisher immer zufrieden, man sollte sich nur nicht einen Upgrade anschwatzen lassen bei der Übernahme des Wagens. Übrigens sind die Autos hier in Deutschland im Reisebüro fast immer vorab preiswerter zu buchen als direkt in den USA bei den Verleihern. Da die amerikanischen Leihwagen in der Regel kleine Kofferräume haben, sollte man das Auto lieber eine Nummer größer buchen, um all das Gepäck unter zu bringen. Und bitte daran denken: der Wagen ist sozusagen die zweite Heimat in der Reisezeit. Apropos Autofahren: in den Staaten ist es durchweg ein Genuss, denn die Straßen sind bestens ausgebaut, das Hinweissystem ist perfekt und durch die generelle Geschwindigkeitsbeschränkung fährt es sich, auch auf längeren Strecken, total stressfrei. Nicht zu vergleichen mit den Zuständen auf unseren Straßen! Man sollte nur nicht überrascht sein, wenn einen auf dem Highway die riesigen Trucks überholen, denn die haben ein Radarwarngerät an Bord und dürfen genauso schnell fahren wie die PKW´s. Besser ist es, sich an das Tempolimit zu halten, die Kontrollen sind reichlich und werden auch aus der Luft gemacht !

Aber unterwegs bitte berücksichtigen: Alles ist immer weiter als man denkt !

Das Tanken ist supereinfach, denn man muss bei Benutzung einer Kreditkarte den Kassenbereich einer Tankstelle gar nicht betreten. Die Tanksäule bietet einen Kreditkartenleser, der alles einfach regelt wenn man das Plastikteil dort einschiebt. Und die Abrechnungen waren immer okay, soweit vertraue ich dieser Art zu zahlen. Aber die Tankstellen sind dort, wie bei uns, fast zu Supermärkten ausgebaut. Also auch dort ist Shopping auf die Schnelle möglich, wenn man Abends noch einen Drink im Hotelzimmer genießen möchte. ( Im Hotel gibt's dann eh nichts mehr...).

3.) Hotels und Restaurants

Die amerikanischen Hotels bieten selten Frühstück an, manchmal nur das "free continental breakfast", das aber oft nur aus Donuts, Bagels oder Toast mit Marmelade und einem Plastikbecher Kaffee besteht. Also ab zu McDonalds oder einem andren Fast-Food-Laden, hier kann man gut und preiswert frühstücken, auch wenn es beim Bestellen oft Missverständnisse gibt, weil die Thekenbedienungen so grässliches Englisch sprechen. Dafür wird der sonst obligatorische Tip nicht fällig. In anderen Restaurants ist der Tipp für die Bedienungen ein wichtiger Teil ihres Einkommens und die mindestens 15-20% sollte man vor dem Zahlen am Eingangsschalter auf dem Tisch liegen lassen. "Wait to be seated", an fast allen Restauranteingängen findet man dies Schild ( Ex-DDR-Bürger kennen das..), der Sinn ist, möglichst gleichmässig den Bedienungen die Gäste zuzuweisen, eben wegen des Tipps. Das bezahlen dann ist auch so eine Sache, manche Lokale kassieren am Ausgang, der Tip für die Bedienung bleibt dann am Tisch liegen. Aber bei einigen , wie bei den Hard-Rock-Cafes, wird an Tisch kassiert.

Und Abends? also wen etwas laute Rockmusik nicht stört, der sollte sich unbedingt nach einem Hard-Rock-Cafe umsehen. In allen amerikanischen Großstädten gibt es Lokale dieser Kette, und hier isst man besonders gut und recht preiswert. Die Karte ist reichhaltig, auch die Getränkeauswahl passt für jeden Geschmack.. Das Ambiente aller Lokale ist in etwa gleich, freundliche und aufmerksame Bedienung garantiert. www.hardrock.com

Wenn man nicht die Herberge vorab gebucht hat: in vielen Tankstellen und Hotelempfangsräumen findet man Werbeheftchen, die voller Gutscheine (Coupons) sind. 10% Nachlass fürs Motel oder Frühstück, je nach Angebot, sind da drin; also ohne Scheu ausschneiden und in Zahlung geben. Neuerdings kann man diese nützlichen Zettel auch im Internet aufspüren und ausdrucken, nachdem man den Ort angewählt hat, den man besuchen will. www.valpak.com

4.) Shopping und Internet

,Der "Himmel" für die Shopping-süchtigen sind die riesigen Malls, die man an der Peripherie der großen Städte findet. Und echte Schnäppchen bieten die sogenannten "factory outlet" Geschäfte, die Markenbekleidung weit unter Preis verkaufen. Warum? Manchmal sind kleine Fehler an den Sachen, manchmal fragt man sich wirklich, warum eine 501 von Levi´s bei uns so teuer ist, wenn sie dort zu einem Drittel von den hier üblichen Preisen verkauft wird. Aber die Verkäufer kennen uns Europäer als Kunden. " let me guess, you are from overseas " meinte neulich der Levi´s Verkäufer, als wir nach einer 501 Ausschau hielten. Ist halt Kult, dieses Beinkleid ! Übrigens: Im Internet kann man vorher einige Outlet-Malls besuchen. Viele meinen auch, man könne Computerzubehör günstig einkaufen in den Staaten, aber da bin ich andrer Meinung, schon wegen der Garantie und des Zolls, der fällig wird. Wer sich bereits zu Hause auf den Shopping-Trip einstimmen will, hier einige Links zu den outlets: www.millscorp.com, www.outletsonline.com, www.primeretail.com

Ich als Internet-Freak wollte bei unserer Reise in die Oststaaten über GMX.net E-Mail-Kontakt zu meinen Kindern halten, aber, weit gefehlt, die Suche nach Internet-Cafes oder ähnlichem war weitaus schwieriger, als ich mir vorgestellt hatte. Auch in großen Computerläden konnte man mir keine Auskunft geben über eine Online-Möglichkeit. Inzwischen habe ich einen noch preiswerteren Tipp für Onliner unterwegs und auch ausprobiert: fast jede amerikanische Stadt hat eine "Public library", in der ein Internet-Anschluss besteht. Hier kann man seine Mails abrufen, kostenlos auch für Vorbeireisende. 

6.) Veränderungen

Nach 4 Jahren waren wir wieder in den USA, der 5. Besuch, dieses mal ging es nach New York City. Was hat sich verändert ? Die Einreisekontrollen sind schärfer geworden, man nimmt Fingerabdrücke des rechten und des linken Zeigefingers und ein Foto beim Immigration-Officer. Weiterhin fällt auf, das viele Amerikaner ein Handy ( dort: "Cellphone" ) in der Hand haben und offensichtlich gerne beim Laufen telefonieren. Überall stehen Geldautomaten, sogar bei McDonalds im Fastfoodladen.